Südlaos

15.September 2003 - 07:29

Hier nun also das dritte Kapitel meiner Laos-Rundreise. Diesmal zum Thema Südlaos. Wie der Name schon sagt, ist dies der Süden des Landes und auch der Teil, welcher von den Gebieten am meisten touristisch erschlossen ist. Auf laotisch bedeutet das, dass Phalangs (Langnasen = Ausländer) für alle Fortwegungsmittel durschnittlich 1/3 mehr bezahlen und dass das offizielle “Visit Laos Year”, welches eigendlich 99/00 war einfach bis 02/03 verlängert wurde, indem die (sowiso handgemalten) Eintritts-Schilder von Hand übermalt wurden. Das sieht total lustig aus, ist aber eine offizielle Methode :-)

Da Laos recht langgezogen ist (1800 km) haben wir unsere Südlaos Reise mit einem Flug von Vientiane nach Pakse begonnen, um uns schon mal in die grobe Richtung fortzubewegen. Von da sind wir per Anhalter bis nach Champasak, welches diesmal sogar westlich des Mekong liegt, da dieser hier nicht mehr die Grenze zu Thailand bildet, sondern innerhalb des Landes verläuft. Vom Grenzteil des Flusses haben die Thailänder übrigens 50m vom Thai-Ufer ab, der Rest gehört den Laoten.

In der Nähe von Champasak befindet sich, wie sollte es auch anders sein: ein Tempel. Diesmal aber ein wirklich wichter, nämlich ein 1600 Jahre alter. Der ist matürlich nicht mehr richtig erhalten, und sogar eher schlecht erhalten (archaeologisch gesehen), man fühlt sich dafür aber total als Indiana Jones :-) Für alle, die mehr Ahnung haben als ich vor dieser Reise: Der Tempel Wat Phou ist die ehemalige Hauptstadt des Khmer-Reiches und wurde erst später durch das riesige Angkor (jetzt in Cambodia) abgelöst…

Danach gings dann per Boot auf dem Mekong flussabwaerts bis zu den Mekongfällen. Diese Stromschnellen bzw. Wasserfälle erstrecken sich über die gesamte Breite des Mekongs (und das sind an dieser Stelle 14km!) und machen ihn unschiffbar wenn man zum Meer möchte (oder als Cambodianer nach Laos will). Das ganze ist natürlich echt gigantisch und sieht verdammt krass aus. Gleich dahinter, auf Cambodianischer Seite, gibts dann noch eine Rarität zu bewundern. Hier leben nämlich Süsswasser-Delphine im Mekong und das ist wohl eine von nur vier Plätzen auf der Welt, wo diese Tiere leben. Wir liessen uns also auf das cambodianische Festland fahren und konnten ständig Delphine wie im Film auftauchen und Luft holen sehen. Sehr romantisch, währe da nicht der Khmer-Grenzer im Ruecken :-)

In diesem Area gibts dann auch noch viele mehr oder wenig spannende Touristendinge zu sehen (meist mit Eintritt und so), welche uns aber nicht so toll interessiert hatten, so das wir trampenderweise von der Südspitze von Laos bis nach Vientiane zurück sind, und uns freuen wieder die schönen Dinge der Zivilisation geniesen zu können, welche die Hauptstadt für uns bereithaelt…

Die nächste eMail gibts über den Norden, welcher noch wild und gefährlich ist / sein soll. Naja mal sehen, wie es laeuft.

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