Wie schon angekuendigt haben wir uns kurzerhand gegen die eigentlich geplante Reiseroute in den Sueden von Myanmar und dann nach Thailand entschieden, da wir von ganz unten auf den gleichen Wege wieder nach Norden muessten (da die Grenze nach Thailand nach dem Putsch durch die thailaendische Armee gesperrt wurde). Wir sind also von Yangon ueber Bangkok - der neue Flughafen ist nicht ansatzweise so toll wie ihn alle darstellen - nach Phnom Penh geflogen und dort in das lokale Kao San Road Aequivalent engekehrt. Da immer noch Off-Season ist, ist alles noch recht relaxed.
Am ersten Tagen haben wir uns dann auch gleich die Killing Fields angesehen, welche ein Mahnmal fuer die Opfer von Pol Pot darstellen. Stimmungstechnisch war der Tag dann natuerlich gelaufen denn die vielen Schaedel und auch die Fotos und Folterbetten des “Pol Pot”-Museums schlagen einem wirklich aufs Gemuet. So richtig war mir dieser Teil der Geschichte Cambodias nicht bekannt und das trotz gewisser Vorbildung. Siehe hierzu auch: Eilines Blog: Der Traum von Angkor vs der Albtraum von Angkar




4.October 2006 - 18:59
Hallo Seebi,
Gunnar hat letztes Jahr ein gutes wenn auch nicht minder trauriges Buch zum Thema Kambodscha und Pol Pot mitgebracht: First they killed my father von Loung Ung. (http://www.amazon.de/First-They-Killed-Father-Remembers/dp/0060931388/)
Er wird es dir bestimmt ausleihen, allerdings gibt es wohl auch günstige Ausgaben direkt vor Ort - du weißt sicher was ich meine.
Einen angenehmen Urlaub noch!
Alex
7.October 2006 - 12:29
Hi Alex, keine Ahnung warum deine comments nicht sofort erschienen. Das von dir beschriebene Buch wird hier ueberall angeboten. Gut dass ich weiss, dass Gunnar es hat - dann kaufe ich ein anderes - wollte mir eh eins kaufen, aber eher eines, was das big picture des gesamten konflikts bzw. der revolution darstellt.
25.October 2006 - 16:37
[…] Abgelegt unter: Länder, Bilder, Kambodscha — admin at 1:06 pm on Samstag, Oktober 7, 2006 Der Putsch in Thailand hat uns etwasnach Singapore geschickt und dort bei einem Geldwechsler eingeloest - krass was? Zurueck zu Kambodscha. Die ersten beiden Tage haben wir in Phnom Penh verbracht. Wie Seebi schon geschrieben hat, warenwir bei den Killing Fields und in einem ehemaligen Gefaengnis der Roten Khmer, was sehr erschuetternd war. Man weiss viel zu wenig darueber und dabei ist es noch gar nicht so lange her. Heute waren wir in einem Landminenmuseum in Siem Reap, das von einem ehemaligen Kindersoldaten gefuehrt wird, der erst fuer die Roten Khmer Minen gelegt hat (mit 6 Jahren!) und dann von den Vietnamesen gefangen genommen wurde und fuer die, die Minen wieder entschaerft hat. Gestern waren wir dann in Angkor Wat oder besser in den Tempeln noerdlich von Siem Reap, Angkor Wat ist ja nur einer von vielen. Viele der Tempel sind oder werden gerade restauriert, einige wurden aber auch so gelassen, wie sie gefunden wurden, das heisst ueberwuchert durch Buesche und riesige Baeume, deren Wurzeln sich ihren Weg zwischen die Steine gesucht haben. Bleibt zu hoffen, dass die Touristen, die immer zahlreicher werden, diese tolle Anlage nicht nach und nach zerstoeren. […]
8.December 2006 - 20:43
[…] Abgelegt unter: Länder, Bilder, Kambodscha — Uli am 7. Oktober 2006, 13:06 Der Putsch in Thailand hat uns etwas umdisponierennach Singapore geschickt und dort bei einem Geldwechsler eingeloest - krass was? Zurueck zu Kambodscha. Die ersten beiden Tage haben wir in Phnom Penh verbracht. Wie Seebi schon geschrieben hat, warenwir bei den Killing Fields und in einem ehemaligen Gefaengnis der Roten Khmer, was sehr erschuetternd war. Man weiss viel zu wenig darueber und dabei ist es noch gar nicht so lange her. Heute waren wir in einem Landminenmuseum in Siem Reap, das von einem ehemaligen Kindersoldaten gefuehrt wird, der erst fuer die Roten Khmer Minen gelegt hat (mit 6 Jahren!) und dann von den Vietnamesen gefangen genommen wurde und fuer die, die Minen wieder entschaerft hat. Gestern waren wir dann in Angkor Wat oder besser in den Tempeln noerdlich von Siem Reap, Angkor Wat ist ja nur einer von vielen. Viele der Tempel sind oder werden gerade restauriert, einige wurden aber auch so gelassen, wie sie gefunden wurden, das heisst ueberwuchert durch Buesche und riesige Baeume, deren Wurzeln sich ihren Weg zwischen die Steine gesucht haben. Bleibt zu hoffen, dass die Touristen, die immer zahlreicher werden, diese tolle Anlage nicht nach und nach zerstoeren. […]