Google meint ja, dass wir die 1.169 km in ca. 19 Stunden, 51 Minuten hätten schaffen können, aber Google scheint noch nicht dort gewesen zu sein, denn irgendwie haben wir doch am Ende zwei Wochen gebraucht …
Begonnen haben wir in Split, bei Maya und Ihrem Mann Marin, welche uns fürstlich bewirteten, mit allem was das Herz begehrte. Die drei Tage in Split gingen im Nu vorbei, ohne dass wir großartig aus dem Haus kamen (Feuerbälle und so
). Von Split ging es dann weiter an der Adria-Küste nach Dubrovnic, wo es dank Nebensaison doch nicht so teuer war wie ich dachte. Nach zwei Tagen Alt-Stadt wollte ich dann aber endlich zum eigentlichen Kern der Reise kommen, nach Albanien.
Zuvor mussten wir uns aber noch durch Montenegro durchkämpfen. Dass hiess, einmal nach Podgoriza über den Berg und danach wieder zurück zur Küste. Irgendwie sind die Verbindungen zwischen Montenegro und Albanien nicht so super prima, so dass wir das letzte Stück Landstrasse mit dem Taxi überqueren mussten um endlich in Shkodra anzukommen. Ursprünglich wollten wir eigentlich noch nach Tirana weiter, aber das war in dieser Nacht nicht mehr zu machen, es sei denn, wir wären bei einem ziemlich betrunkenen Fast-Taxi-Fahrer eingestiegen, der uns für 100, nein 80, nein 50 EU nach Tirana bringen wollte - oder ins Krankenhaus… Jedenfalls war uns dass zu heiss und so konnten wir Shkodras gepflegtes Stadtbild aus Fast-Food-Buden, Wettbüros und Cafes für Männer (die anderen heissen Familien-Cafes) bewundern. Am nächsten Morgen dann gleich mit Public-Transport nach Tirana. Der nächtliche Hauptplatz erinnert irgendwie an einen James Bond Film und sonst erinnert hier viel an die jahrzehnte-lange Diktatur von Enver Hoxha. Nicht zuletzt natürlich die stattliche Anzahl von Bunkern, da er für jeden wehrfähigen Albaner seiner Zeit einen bauen liess.
Von Tirana weiter Richtung Norden verweilten wir dann zwei Tage am wunderschönen und todromantischen Ohrid-See, welcher auch die Grenze zwischen Makedonien und Albanien ist. Sowohl auf albanischer wie auch auf makedonischer Seite war es sehr schön, allerdings ist die makedonische Stadt Ohrid deutlich touristischer als das albanische Pogradec
Irgendwann mussten wir dann aber doch weiter, so dass wir mit einem kleinen Stop in Bitula mit dem Zug nach Skopje gefahren sind, welches dann die letzte Station vor Sofia war und wo wir uns mit Atanas und seiner Frau getroffen haben.



