Eine weitere Eigenheit von Asien allgemein und ganz besonders hier in Yangon ist Betel. Sowohl auf dem Land als auch in der Stadt, sowohl alte Frauen als auch junge Männer - Betel ist die absolute Volksdroge.
Die Betelnuss wächst auf Palmen und fördert die Verdauung, tötet eventuelle Darmwürmer, belebt den Körper und hält wach. Die Betelnuss wird gekaut. Dafür werden kleine Stückchen zusammen mit Gewürzen - ansonsten ist der ganze Spass recht bitter - wie Pfefferminze, Lakritze oder auch Kautabak, in ein mit Kalk bestrichenes Blatt gefaltet.
In Yangon gibt es dafür überall Beteldealer. Die haben einen kleinen Bauchstand und man kann sich nach belieben seine Paketchen zusammenstellen lassen. Die meisten kaufen gleich einen ganzen Tagesvorrat und tragen diesen in kleinen Tütchen (man kennt das ja) mit sich herum.
Diese Pakete werden in den Mund gesteckt und langsam zerkaut. Der Saft der Betelnuss ist rot und da er den Speichelfluss anregt, wird überflüssiges weggespuckt, was man auch überall auf den Strassen sieht.
Langjährige Betelkäuer erkennt man an rot gefärbten Zähnen und zurückgegangenem Zahnfleisch denn der Saft greift dieses an. Trotz dieser Nebenwirkung wollen aber die meisten nicht darauf verzichten - es flasht halt.



